Schritt 1 · Impuls
Ein guter Gedanke ist genug für heute
Du brauchst nicht dein gesamtes Angebot in einen Beitrag zu packen. Zeige deinem Leser eine Beobachtung, die zu seiner Situation passt und an der er deine Arbeitsweise erkennen kann.
Der Einstieg soll das Interesse am tatsächlichen Inhalt wecken. Wähle eine konkrete Frage, Szene oder Feststellung. Der Text muss anschließend einlösen, was der Anfang erwarten lässt.
Schritt 2 · Beispiel · Nina ist frei erfunden
Vom großen Versprechen zum konkreten Gedanken
Vorher: „So gelingt jede Unternehmensübergabe garantiert.“
Nachher im fiktiven Nina-Beispiel: „Zwei Geschäftsführungen. Dieselbe Mitarbeiterfrage. Zwei verschiedene Antworten.“
Der zweite Einstieg führt in die tatsächliche Szene des Beispiels. Dahinter steht ein enger Gedanke: Bevor Antworten verteilt werden, müssen Beteiligte klären, ob sie dasselbe meinen.
Eine Musterantwort in Stichpunkten
Gedanke im fiktiven Nina-Fall: „Gemeinsame Antworten müssen zuerst gemeinsam geklärt werden.“
Beobachtung: „Bei der Übergabe nennen beide Geschäftsführungen dieselbe wichtige Frage. Ihre Antworten unterscheiden sich. Wir beginnen mit dieser Frage.“
Einsatz und Ende: „Beruflicher Beitrag. Schlussfrage: Bei welcher Mitarbeiterfrage müsstet ihr eure Antworten zuerst gemeinsam abstimmen?“
Damit ist die Richtung klar. Der fertige Text darf daraus keine konfliktfreie Übergabe oder gesicherte Zustimmung der Mitarbeiter ableiten.
Schritt 3 · Deine Aufgabe
Deine Aufgabe
Wähle einen Einsatzort: etwa einen beruflichen Social-Media-Beitrag oder einen kurzen Abschnitt für deinen Newsletter. Arbeite für diese Übung mit ungefähr 120 bis 200 Wörtern.
- Schreibe deinen Gedanken zuerst in einem einfachen Satz auf.
- Wähle eine eigene Beobachtung, einen Fall oder eine tatsächliche Arbeitsweise, die ihn trägt.
- Erkläre, was der Leser daraus für seine Situation mitnehmen kann.
- Entscheide, wie der Text endet: mit einer passenden Frage, einer kleinen Handlung, einem realen Gesprächsangebot oder einer abschließenden Aussage.
Der Beitrag soll für sich verständlich sein. Dein Leser hat deine Geschichte von gestern möglicherweise nicht gesehen.